Redaktioneller Spielbericht
Clark schreibt Geschichte: Indiana erzwingt Entscheidungsspiel gegen Las Vegas
Von Hooppedia Redaktion
Die Saison der Indiana Fever lebt – und Caitlin Clark hat dafür eine historische Leistung gebraucht. Mit 27 Punkten, 15 Assists und sieben Rebounds führte die Guard ihr Team zu einem 99:89-Erfolg gegen die Las Vegas Aces. Indiana gleicht die Best-of-three-Serie damit zum 1:1 aus und erzwingt ein entscheidendes drittes Spiel in Las Vegas. Clark wurde dabei zur ersten Spielerin der WNBA-Geschichte mit mindestens 25 Punkten und 15 Assists in einem Playoff-Spiel.
Zwei Tage zuvor hatte die Ausgangslage noch völlig anders ausgesehen. Las Vegas hatte Spiel eins mit 102:85 dominiert. A’ja Wilson erzielte dabei 38 Punkte und 16 Rebounds, während Indiana insbesondere mit Ballverlusten und der Aces-Offensive große Probleme hatte. Clark selbst hatte die Leistung ihrer Mannschaft anschließend äußerst kritisch bewertet. Vor eigenem Publikum brauchte Indiana nun einen Sieg, um die Saison zu verlängern. Zunächst sah es allerdings wieder nach Las Vegas aus. Die Aces gewannen das erste Viertel mit 26:18 und setzten Indiana früh unter Druck. Doch diesmal ließ sich die Fever-Offensive nicht aus dem Rhythmus bringen.
Clark verteilt – Mitchell trifft
Vor allem Clark kontrollierte zunehmend das Tempo. Noch vor der Halbzeit hatte sie 14 Punkte und elf Assists gesammelt und damit bereits Geschichte geschrieben: Nie zuvor hatte eine Spielerin in einem WNBA-Playoff-Spiel bereits in der ersten Hälfte ein Double-Double aus Punkten und Assists erreicht. Indiana gewann das zweite Viertel mit 30:17 und drehte die Partie zu einer 48:43-Halbzeitführung. Dabei profitierte Clark vor allem davon, dass Kelsey Mitchell ihre Chancen konsequent nutzte. Mitchell erzielte am Ende 26 Punkte, traf drei ihrer vier Dreier und verwandelte neun ihrer elf Freiwürfe. Die Kombination funktionierte genau so, wie Indiana sie über weite Strecken der regulären Saison gefährlich gemacht hatte: Clark kreierte. Mitchell vollendete.
Indiana zieht davon
Auch nach der Pause behielten die Fever die Kontrolle. Indiana gewann das dritte Viertel mit 24:17 und ging mit einer 72:60-Führung in den Schlussabschnitt. Clark traf unter anderem einen Dreier aus mehr als neun Metern Entfernung und hielt den Druck auf die Aces hoch. Las Vegas gab sich trotzdem nicht geschlagen. Jackie Young übernahm zunehmend Verantwortung und wurde mit 31 Punkten sogar beste Werferin des Spiels. A’ja Wilson kam nach ihrem 38-Punkte-Abend aus Spiel eins diesmal auf 22 Punkte und neun Rebounds. Im Schlussviertel arbeitete sich der Titelverteidiger noch einmal heran. Und Clark sorgte gleichzeitig dafür, dass der Abend nicht völlig ohne Drama endete. Die Fever-Guard kassierte ein technisches Foul und musste schließlich 2:45 Minuten vor Schluss mit sechs persönlichen Fouls vom Feld. Zu diesem Zeitpunkt führte Indiana mit 92:83. Diesmal brach das Team ohne seinen Star jedoch nicht auseinander. Indiana verteidigte den Vorsprung und brachte den 99:89-Erfolg über die letzten Minuten.
Alles entscheidet sich in Las Vegas
Clark beendete den Abend mit: 27 Punkten, 15 Assists und sieben Rebounds bei 9 von 18 Würfen sowie fünf getroffenen Dreiern. Damit wurde sie zur ersten Spielerin in der Geschichte der WNBA, die in einem Playoff-Spiel mindestens 25 Punkte und 15 Assists erzielte. Für Indiana war die Reaktion nach der deutlichen Niederlage aus Spiel eins mindestens genauso wichtig wie der Rekord.
Las Vegas war am Sonntag noch das klar bessere Team gewesen. 48 Stunden später erzielte Indiana 99 Punkte gegen den amtierenden Champion und zwang die Serie in das maximale dritte Spiel. Das findet am Donnerstag, 1. Oktober, in Las Vegas statt. Der Sieger zieht ins WNBA-Halbfinale ein.
Und nach zwei vollkommen unterschiedlichen Spielen könnte die Ausgangslage kaum interessanter sein:
Spiel eins: Las Vegas +17.
Spiel zwei: Indiana +10.
Spiel drei: Alles oder nichts.
Indiana Fever – Las Vegas Aces 99:89 Viertel: 18:26 | 30:17 | 24:17 | 27:29 Topscorer Indiana: Clark 27, Mitchell 26 Topscorer Las Vegas: Young 31, Wilson 22 Serie: 1:1

